Aus dem Französischen von Caroline Vollmann. Als Clement sie verlässt, flieht Louise aus Paris, reist nach Havanna, New York, Venedig und schreibt ihm unablässig Briefe. Ihre Gedanken kreisen ganz um die verlorene Liebe, Clement aber antwortet nicht. Der eigentliche Adressat dieser Briefe ist vor allem Louise selbst. Die Erinnerung an das gemeinsame Leben, ihre Leidenschaft, ihr Glück und an all ihren Schmerz: Das sind die Etappen der inneren, bewegenden Reise. Louise erzählt sich ihre Liebe und mit jedem Brief nimmt sie ein wenig Abstand davon.
Rezensionsnotiz zu
Süddeutsche Zeitung, 04.08.2010
Hans-Peter Kunisch hat das Buch mit an den Strand genommen, wo es hingehört. Nach einigen Bedenken geht das für den Rezensenten in Ordnung, denn der Autor beherrscht es einfach, die "ergreifend banale" Geschichte von der Verlassenen auf Reisen (Havanna, Venedig, Paris sind die romantischen Stationen) zu erzählen, ohne über das potentielle Käuferinnensegment hinaus zu schielen. Umso überraschter ist Kunisch, dass er regelrecht Gefallen findet am unaufgeregten, "hervorragend" ins Deutsche übertragenen Ton, an einer Sprache, die gleichsam Luft ist und die Klischees (manchmal zu viele) so prima transportiert.
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