Von Damaskus nach Dresden. Rafik Schami erzählt und Günter Baby Sommer trommelt. 65 Min. Eine Auswahl der schönsten Texte.
Rezensionsnotiz zu
Frankfurter Rundschau, 27.08.2008
Als klangvoll-erzählerische Kunst bezeichnet Hans-Jürgen Linke das vorliegende Exemplar eines "sprechenden Buches". Damit das gelingt, erklärt Linke, braucht es allerdings einen systematischen Schlagwerker vom Rang Günter Sommers, der die wechselseitige Beziehung von Text und Sound über die virtuose Selbstinszenierung stellt. Rafik Schamis vom Autor selbst "akzentuiert" vorgetragene Geschichten, die Linke definiert als Parabeln, die "orientalische Motive in aufklärerische Kontexte" versetzen, findet er von Sommer dramaturgisch geschickt begleitet. Dass Sommer nie übertönt oder in monotone Rhythmisierung verfällt und dennoch ohrenscheinlich ebenso viel zu erzählen hat wie Text und Autor, findet Linke höchst respektabel.
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