Wie Frauen sich in einer Welt durchsetzen, die es ihnen schwer machen will
Heyne Verlag, München 2026
ISBN
9783453607453 Gebunden, 176 Seiten, 16,00
EUR
Klappentext
Wie gelingt ein freies, gutes Leben in einer Welt, die uns immer surrealer und fremder erscheint - besonders für Frauen? Dieses Buch liefert 15 Lösungsstrategien für zentrale Fragen und Herausforderungen unserer Zeit. Es zeigt, wie Selbstbehauptung jenseits männlicher Muster gelingt, wie wir Haltung und Leichtigkeit bewahren, unsere Würde schützen und echte Beziehungen gestalten. Dabei bieten die erzählerischen Elemente eines fiktiven Narrativs eindringliche emotionale Perspektivwechsel hin zu einer neuen Lebensweise. Für Frauen, die für sich und ihre Kinder eine Zukunft jenseits der globalen "Bro Culture" gestalten und mit Soft Power, Zivilcourage und klarem Fokus eine neue Realität schaffen wollen - leicht, statt schwer.
Rezensionsnotiz zu
Deutschlandfunk Kultur, 28.07.2026
Mit gemischten Gefühlen liest Rezensentin Marilena Berends dieses Buch, in dem Rebekka Reinhard sich von gängigen Empowerment-Klischees absetzen will, die die feministische Literatur oft dominieren. Die Philosophin hat ein Buch geschrieben, das essayistische Passagen mit Gegenwartsanalyse und Selbsthilferhetorik verbindet. Wichtig ist Reinhard eine andere Definition von Macht aus weiblicher Perspektive, die nicht mehr, wie in der männlichen Welt, mit Kontrolle und Hierarchien verbunden ist, sondern zum Ausgangspunkt wird für Kooperationen und gemeinsames Handeln. Als strukturelle Analyse kann Berends damit durchaus etwas anfangen, wenn es allerdings darum geht, daraus Lösungsvorschläge zu entwickeln, "verschieben sich die Lösungen ins Individuelle". Die Leserinnen werden aufgefordert, zu "Marsmädchen" zu werden, die in männliche Domänen zum Beispiel am Arbeitsplatz eindringen und dort freilich anders, kooperativer und durchdachter, handeln. Wie genau das allerdings funktionieren soll und warum es in der Praxis oft scheitert, darauf hat dieses Buch keine Antwort, findet Berends. Es bringt ein Gefühl der Überforderung auf den Punkt, ohne es komplett begrifflich zu durchdringen. Das ist, alles in allem, vielleicht gar nicht so wenig, heißt es am Schluss der Besprechung versöhnlich.
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