Rezensionsnotiz zu
Süddeutsche Zeitung, 25.11.2000
Scharfsinnig und mit kühler Ironie lässt Ulrich Horstmann zwei von drei im 100. Todesjahr erschienen Biographien Oscar Wildes an seinem Wilde-Verständnis und des Dichters eigenen Aussagen auflaufen: Die Wilde-Biografien von Barbara Belford und Richard Ellerman finden keine Gnade vor seinen Augen. Ellmanns "Materiallawine" sei nicht ganz neu, nur wiederaufgelegt. Alles fein säuberlich aufgelistet, so Horstmann, aber der "Selbstinszenierer" Wilde hätte wohl kaum einen "unkongenialeren Biograf" finden können, zumal des Autors Texte nicht gewürdigt werden. Nur Norbert Kohls Wilde-Biografie kann vor den Augen des Rezensenten bestehen.
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