Mit Illustrationen von Quentin Blake. Aus dem Englischen von Andreas Steinhöfel. Matilda ist ein sehr besonderes kleines Mädchen. Sie ist blitzgescheit und liest unendlich viele Bücher, sie ist mutig und abenteuerlustig und sie hat ein großes Herz. Jeder Pappkopf könnte das erkennen - doch die Erwachsenen sind leider völlig ahnungslos. Allen voran die gefürchtete Rektorin von Matildas Schule. Sie heißt Knüppelkuh und benimmt sich auch so. Einzig Matildas Klassenlehrerin, Jennifer Honig, erkennt, was in Matilda steckt. Leider hat es die Knüppelkuh auf Jenny Honig ganz besonders abgesehen. Womit sie allerdings nicht gerechnet hatte: Matilda ist nicht nur ein Wunderkind, sondern auch ein Zauberkind. Und unerbittlich, wenn es um die Verteidigung ihrer Freunde und Freundinnen geht.
Rezensionsnotiz zu
Süddeutsche Zeitung, 16.12.2022
Roald Dahl ist es herzlich egal gewesen, was Erwachsene über seine Kinderbücher dachten. Und so hält sich auch Rezensent Alexander Menden mit Kommentaren zum Inhalt von Dahls Geschichten zurück, den müssen Kinder bewerten und sie bewerten ihn seit Jahrzehnten mit der höchsten Auszeichnung: Anhaltendem Gelächter. Stattdessen richtet er sein Augenmerk auf die Übersetzungsleistung. Im Allgemeinen lesen sich die Neuübersetzungen recht beschwingt und erfreulicherweise frei von "zeitgeistiger Achtsamkeit", ist Menden beruhigt. Die besondere Herausforderung, deutsche Entsprechungen für Dahls Neologismen und Sprachspielereien zu finden, haben die Übersetzenden größtenteils gut gemeistert, findet Menden. Allerdings hätte er sich hie und da doch ein bisschen mehr Wagemut und Fantasie gewünscht, ja er hat sogar ein paar konkrete Vorschläge anzubringen, wie man Wörter wie "bibble" und "churgle" noch ein wenig schöner ins Deutsche übertragen könnte. Abgesehen von solchen Kleinigkeiten jedoch freut sich der Rezensent für die neue Generation von Kindern, die nun mit etwas weniger "betulichen" Versionen von Dahls Geschichten aufwachsen dürfen.
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