Eine Professorin für Kunstgeschichte kommt von Wien nach Ost-Berlin, um ein unerwartetes Erbe anzutreten. Was ihr dort begegnet und die Aufzeichnungen, die sie in einem Ostseedorf findet, stellen ihr Leben in Frage. Sie infiziert sich mit Ostdeutschland wie mit einem Virus ...
Rolf Schneider verdichtet ein Kaleidoskop von Lebenswegen des 20. Jahrhunderts: nüchtern, lakonisch und gerade deshalb einprägsam.
Rezensionsnotiz zu
Frankfurter Rundschau, 07.01.2019
Cornelia Geißler liest in Rolf Schneiders neuem Roman über eine Frau, die ein spätes Erbe mit ihrer Familiengeschichte in der DDR konfrontiert. Wie Schneider seine Figur auf die Verwundungen durch die jüngste Geschichte stoßen lässt, birgt für Geißler unter anderem Erkenntnisse zu aktuellen Wahlergebnissen im Osten. Die Schilderung von Menschen, die den Osten einst als bessere Alternative betrachtet haben und deren Glauben nicht einmal Stalins Strafkolonien zerstören konnte, gibt dem Text laut Geißler Tiefe und der Rezensentin Denkanstöße.
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