Aus dem Englischen von Anne Braun. Die junge Coriander, Tochter eines Seidenhändlers in London Mitte des 17. Jahrhunderts, steht im Mittelpunkt dieses atmosphärischen, märchenhaften Romans. Erst nach dem Tod der Mutter und dem Verschwinden ihres Vaters erfährt Coriander von ihrer wahren Herkunft.
Rezensionsnotiz zu
Süddeutsche Zeitung, 14.03.2006
Ganz angetan zeigt sich Sybill Gräfin Schönfeld von Sally Gardners Kinderbuch über die Feen-Tochter Coriander, die vom Hass ihrer Tante verfolgt wird. Corianders Geschichte, die Schönfeld in der Tradition der Erzählungen vom verkannten Kind sieht, spielt nicht nur im Feenreich, sondern auch in der realen Welt - schließlich ist Coriander Tocher einer Fee und eines irdischen Mannes. Sie lebt daher vorwiegend bei ihrem Vater in London zur Zeit Oliver Cromwells. Gardner gelinge es, die politischen und moralischen Veränderungen dieser Zeit lebendig werden zu lassen. Und so würdigt Schönfeld das Buch als "gelungenes Spiel auf den beiden Ebenen des Lebens: Historienpanorama und Zaubermärchen". Nicht zuletzt findet sie darin das Charakterbild eines Mädchens, "das sich gegen freundliche und feindliche Widerstände durchzusetzen lernt".
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