Lilli ist enttäuscht. Ausgerechnet jetzt muss ihr Vater, ein Wissenschaftler, nach Gambia reisen, um dort eine Mückenart zu erforschen, die eine schlimme Krankheit unter der Bevölkerung auslöst. Dabei wollte er sie doch an ihrem ersten Tag an der neuen Schule begleiten! Immerhin verspricht Papa, ihr viele, viele E-Mails aus Afrika zu schicken. Und die lesen sich spannend wie ein Abenteuerroman!
Rezensionsnotiz zu
Süddeutsche Zeitung, 12.11.2007
Für Birgitt von Maltzahn stellt Sigrid Heucks Buch über einen Arzt, der in Gambia nach Mitteln gegen die gefährliche, die so genannte Flussblindheit verursachende Kribbelmücke forscht und seiner in Deutschland gebliebenen 11-jährigen Tochter Lilli, mit der er sich nur durch E-Mails austauschen kann, als durchaus anerkennenswerten Versuch an, den hiesigen Kindern spezifisch afrikanische Probleme zu vermitteln. Allerdings findet die Rezensentin, dass die Autorin in ihrer Sehnsucht nach einer bessere Welt zu weit geht, wenn sie am Ende nicht nur Lilli ihre Mitschüler dazu bewegen lässt, einer afrikanischen Familie, die von der Flusskrankheit bedroht ist, zu helfen, sondern sich der verwitwete Vater in eine afrikanische Ärztin verliebt. Für den Geschmack der Rezensentin ist das dann doch ein bisschen zu viel Happy End, wobei trotzdem keine wirksame Behandlung für die Flussblindheit gefunden wird.
Eva Menasse: Alleinruhelage Nach dem Ende der Ehe steht eine Frau mit ihrem Wochenendhaus plötzlich allein da. Hier hat sie einst mit der Familie die Idylle gesucht und will nun den Neuanfang wagen.… Heinz Strunk: Memories of Heidelberg Heidelberg im Frühling! Bertram und Isolde, ein in die Jahre gekommenes Paar aus Oldenburg, möchten sich in der romantischen Kurpfalz mal einen richtig schönen Kurzurlaub… Tony Tulathimutte: Fiasko Aus dem Amerikanischen von Stefanie Jacobs, Stefanie Ochel und Jan Schönherr. Ein erklärter Feminist fällt ins Wurmloch der Incel-Szene. Eine Frau versinkt in einer selbstzerstörerischen… Caroline Wahl: 1999 Meter über dem Meer Der Selbstfindungstrip nach Bali? Samara hat niemanden gefunden. Die hippe Agentur in Berlin-Mitte? So öde wie irgendein anderer Job. Samara weiß, was sie alles nicht mehr…