Aus dem Niederländischen von Rolf Erdorf. Mit Illustrationen von Jan Jutte. Im Schwimmbad wird Dysseus mal wieder zur Zielscheibe der großen Jungs und hat nur einen Gedanken: Nichts wie weg. Er verzieht sich auf die Toilette. Mit der nassen Badehose um die Fußknöchel sitzt er da und heult. Wie gern würde er nur einmal der Held der Geschichte sein und sich und seine Schulkameraden aus brenzligen Situationen befreien ... Das ist der Anfang einer unvergesslichen Odyssee, in der die Jungs zwar nicht per Schiff, sondern mit ihren Fahrrädern an den Sirenen vorüberfahren und sich die Ohren mit Kaugummi zugestopfen. Nur Dysseus, unser Held, verzichtet auf den Kaugummi, lässt sich aber auf dem Gepäckträger festbinden, um den Sirenen widerstehen und sich und seine Kameraden aus der Irre herausführen zu können. So nimmt das Abenteuer seinen Lauf.
Rezensionsnotiz zu
Frankfurter Allgemeine Zeitung, 29.01.2018
Tilman Spreckelsen findet reizvoll, wie Simon van der Geest die Geschichte von Odysseus aktualisiert und mit Kinder-Figuren bevölkert. Ein Junge zwischen Heulsusentum und Heldenmut, zwischen Realität und Vorstellung, dem unterwegs nach Hause nicht nur ein einäugiger Schafhirte begegnet, sondern auch Scylla und Charybdis in Form von wilden Baumaschinen - das ist nach Spreckelsens Geschmack. Passgenau ins Deutsche übertragen von Rolf Erdorf und kongenial illustriert von Jan Jutte, nimmt das Kinder-Abenteuer auch den erwachsenen Leser mit, versichert der Rezensent.
Rezensionsnotiz zu
Süddeutsche Zeitung, 05.01.2018
Rezensent Siggi Seuss wünscht sich, er hätte damals schon, als Kind Simon van der Geests und Jan Juttes moderne Version der Odyssee zu lesen und zu sehen bekommen - ihre poetisch-rhytmische Rap-Erzählung hätte ihm die griechische Mythologie sicherlich früher und leichter nahegebracht, denn hier werden die Abenteuer des Odysseus geschickt in den Erfahrungshorizont eines Kindes versetzt. Ein einäugiger Bauer taucht auf, ein riesenhafter Hund bedroht den jungen Helden, Skylla und Charybdis machen ihm und seinen Freunden zu schaffen, ehe er endlich nach Hause zu seiner Familie zurückkehren kann - eine Freude für junge und alte Leserherzen, so der hingerissene Rezensent.
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