Aus dem Chinesischen von Marc Hermann. Nachwort von Sebastian Pirling. China in der nahen Zukunft. Der junge, ehrgeizige Beamte Song Cheng stößt auf einen gewaltigen Korruptionsskandal. Doch plötzlich wird er selbst ins Gefängnis geworfen. Dort taucht ein geheimnisvoller Mann mit einem Supercomputer auf, der ebenfalls verfolgt wird - weil er alles weiß. Einfach alles. Wie kann das sein? Und welche Konsequenzen hat das? Dieses Buch enthält ausführliche Anmerkungen zur Übersetzung und ein Nachwort.
Tim Caspar Boehme stört sich nicht an der Wissenschaftsterminologie, wenn in Cixin Lius Sci-Fi-Novelle von Superstringtheorie und Quantenmechanik die Rede ist. Schön knapp findet er die Prosa, krimihaft den Spannungsaufbau, die Sprache nicht spröde. Die Frage nach den Anfängen des Universums verbindet der Autor elegant mit den korrupten Verhältnissen im heutigen China. Boehme liest den Text über einen geschassten Provinzbeamten, der wider Willen Teil einer kosmischen Hackeraktion wird, als Parabel über die Folgen von allzu großer Transparenz.
Tony Tulathimutte: Fiasko Aus dem Amerikanischen von Stefanie Jacobs, Stefanie Ochel und Jan Schönherr. Ein erklärter Feminist fällt ins Wurmloch der Incel-Szene. Eine Frau versinkt in einer selbstzerstörerischen… Eva Menasse: Alleinruhelage Nach dem Ende der Ehe steht eine Frau mit ihrem Wochenendhaus plötzlich allein da. Hier hat sie einst mit der Familie die Idylle gesucht und will nun den Neuanfang wagen.… Heinz Strunk: Memories of Heidelberg Heidelberg im Frühling! Bertram und Isolde, ein in die Jahre gekommenes Paar aus Oldenburg, möchten sich in der romantischen Kurpfalz mal einen richtig schönen Kurzurlaub… Miriam Carbe: Unerwünschte Töchter Die Familie eines deutschen Jahrhunderts: Margarethe, Marianne, Monika, Miriam. Vier Generationen. Sie lieben sich, sie tun sich weh, sie kämpfen um ihre Unabhängigkeit.…