Aus dem Amerikanischen von Ursula Locke-Gross, Sabine Hübner und Angela Schumitz. Susan Faludi sieht die Männer heute in der Lage, in der die Frauen in den fünziger Jahren waren - also vor der Frauenbewegung, gefangen im "Weiblichkeitswahn". Während die Frauen aus der traditionellen Rolle ausbrachen, geriet die ökonomische Basis der männlichen Identität ins Wanken. Die massiven Veränderungen der westlichen Industriegesellschaften hat, so folgert die Autorin, immense Auswirkungen auf die Männer und ihr Selbstbild...
Rezensionsnotiz zu
Frankfurter Rundschau, 26.03.2001
Sascha Michel hat viel an dem Buch über die Krise der Männlichkeit in den USA auszusetzen. Er findet, dass es zu "einseitig" argumentiert und bemängelt den psychologischen Blickwinkel der Autorin als "altmodisch", zumal die Erkenntnisse, die sie beispielsweise aus der psychologischen Betrachtung von männlicher Gewalt gewinnt, eher banal sind. Trotzdem lobt Michel die Studie für ihre "beeindruckende Materialfülle", ist begeistert von den "klaren Thesen", die Faludi entwickelt und preist die Untersuchung als "gewichtiges Buch" zum Thema. Denn trotz aller Mängel, meint der Rezensent abschließend, ist der Autorin eine "spannende Geschichte über die amerikanische Nachkriegsgesellschaft" gelungen.
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