Mit einem Vorwort von Dieter Kosslick. Berlin, die Film- und Kinostadt. Dass es so viele schöne und außergewöhnliche Kinos gibt, hebt dieser Fotoband ins Bewusstsein. Kinosäle in knalligen Farben, Säle wie ein U-Boot, wie ein Wohnzimmer, streng gegliedert oder halbrund dynamisch. Hart wie die Lehrwerkstatt der Maurerzunft oder weich mit kuscheliger Knutschecke. Ulf Buschmann hat aber auch auf den letzten Drücker, bevor alles digitalisiert ist, meisterhaft die traditionelle Technik mit echten Filmprojektoren, Luftabsaugern und Rückspülmechanismen fotografiert.
Rezensionsnotiz zu
Frankfurter Allgemeine Zeitung, 07.02.2013
Nicht ohne Melancholie betrachtet Andreas Kilb die alten Sitzreihen Berliner Kiezkinos, die Kronleuchter im International, die plüschigen Foyers. Dass der Autor und Fotograf Ulf Buschmann mit diesem Band kein Verlustverzeichnis erstellen wollte, mag ja sein. Für den Rezensenten aber scheint es nur eine Frage der Zeit, ehe die abgebildeten Kintopträume zerplatzen, im Zuge der Digitalisierung verschwinden. Buschmanns Auswahl hätte Kilb noch das ein oder andere Filmtheater hinzuzufügen, das Moviemento beispielsweise oder das Bali.
Tony Tulathimutte: Fiasko Aus dem Amerikanischen von Stefanie Jacobs, Stefanie Ochel und Jan Schönherr. Ein erklärter Feminist fällt ins Wurmloch der Incel-Szene. Eine Frau versinkt in einer selbstzerstörerischen… Eva Menasse: Alleinruhelage Nach dem Ende der Ehe steht eine Frau mit ihrem Wochenendhaus plötzlich allein da. Hier hat sie einst mit der Familie die Idylle gesucht und will nun den Neuanfang wagen.… Heinz Strunk: Memories of Heidelberg Heidelberg im Frühling! Bertram und Isolde, ein in die Jahre gekommenes Paar aus Oldenburg, möchten sich in der romantischen Kurpfalz mal einen richtig schönen Kurzurlaub… Miriam Carbe: Unerwünschte Töchter Die Familie eines deutschen Jahrhunderts: Margarethe, Marianne, Monika, Miriam. Vier Generationen. Sie lieben sich, sie tun sich weh, sie kämpfen um ihre Unabhängigkeit.…