Aus dem Amerikanischen von Bernhard Jendricke, Christa Prummer-Lehmair und Gerlinde Schermer-Rauwolf. Unsere Welt ist auf Sand gebaut, denn als Grundstoff von Beton steckt Sand in fast allen Gebäuden und Straßen. Auch für die Produktion von Computerchips, Papier und Zahnpasta ist er notwendig. Sand ermöglicht unseren heutigen Lebensstil, daher ist er in geeigneter Qualität längst Mangelware - und die Redewendung "wie Sand am Meer" irreführend. Der Journalist Vince Beiser nimmt uns mit in das Reich des Sandes, zu seinen Quellen, Einsatzmöglichkeiten und zu den Konflikten um seine Förderung. Er erzählt die Geschichte eines Stoffes, ohne den unser modernes Leben nicht möglich wäre - und zeigt auf, was uns droht, wenn er ausgeht.
Rezensionsnotiz zu
Frankfurter Allgemeine Zeitung, 14.08.2021
Rezensent Matthias Alexander findet Vince Beisers Buch, das auf Recherchen von 2017 und früher beruht ein bisschen veraltet. Als erste Orientierung über die Ressource Sand und als Weckruf taugt der Band dennoch, meint er. Beiser kann dem Rezensenten zahlenreich (mitunter zu zahlenreich) vermitteln, dass Sand in den letzten hundert Jahren knapp geworden ist, weil künstliche Strände, Chinas Baumboom und Computerchips das wertvolle Quarz-Korn verschlingen. Die fatalen Folgen des Raubbaus schildert der Autor laut Rezensent ebenso sachbuchgerecht und eindrücklich wie die Suche nach Sandsurrogaten.
Tony Tulathimutte: Fiasko Aus dem Amerikanischen von Stefanie Jacobs, Stefanie Ochel und Jan Schönherr. Ein erklärter Feminist fällt ins Wurmloch der Incel-Szene. Eine Frau versinkt in einer selbstzerstörerischen… Eva Menasse: Alleinruhelage Nach dem Ende der Ehe steht eine Frau mit ihrem Wochenendhaus plötzlich allein da. Hier hat sie einst mit der Familie die Idylle gesucht und will nun den Neuanfang wagen.… Heinz Strunk: Memories of Heidelberg Heidelberg im Frühling! Bertram und Isolde, ein in die Jahre gekommenes Paar aus Oldenburg, möchten sich in der romantischen Kurpfalz mal einen richtig schönen Kurzurlaub… Miriam Carbe: Unerwünschte Töchter Die Familie eines deutschen Jahrhunderts: Margarethe, Marianne, Monika, Miriam. Vier Generationen. Sie lieben sich, sie tun sich weh, sie kämpfen um ihre Unabhängigkeit.…