In Deutschland vor allem als 'finnischer Nationalkomponist' wahrgenommen, ist Jean Sibelius eher eine Gestalt europäischen Formats, der neben Mahler bedeutendste Sinfoniker des 20. Jahrhunderts. Mit Hilfe allgemeinverständlicher Werkeinführungen und bislang nicht übersetzter Primärquellen erzählt der Musikjournalist Volker Tarnow die Geschichte eines Originalgenies zwischen Romantik und Moderne, nordischer Naturmystik und Berliner Bohème.
Rezensionsnotiz zu
Frankfurter Allgemeine Zeitung, 02.12.2015
In Sachen Sibelius ist noch immer viel zu tun, meint Rezensent Laurenz Lütteken auch nach der Lektüre dieser Biografie aus der Feder des Journalisten Volker Tarnow. Zum Beispiel, was die Entkoppelung von Werk und Leben angeht. In diesem Punkt kann der Autor laut Rezensent zwar überzeugend Adorno ignorieren, allerdings bloß um sogleich wieder heroenbiografisch die Gleichung von Leben und Werk zu beschwören. Für Lütteken ein Irrweg. Vermisst hat der Rezensent ein Literatur- oder Werkverzeichnis. Die Darstellung erscheint ihm flott, bei einzelnen Themen hätte er sich mehr inhaltliche Differenzierung gewünscht, so bei der Frage zum Verhältnis des Komponisten zu Nazideutschland.
Eva Menasse: Alleinruhelage Nach dem Ende der Ehe steht eine Frau mit ihrem Wochenendhaus plötzlich allein da. Hier hat sie einst mit der Familie die Idylle gesucht und will nun den Neuanfang wagen.… Tony Tulathimutte: Fiasko Aus dem Amerikanischen von Stefanie Jacobs, Stefanie Ochel und Jan Schönherr. Ein erklärter Feminist fällt ins Wurmloch der Incel-Szene. Eine Frau versinkt in einer selbstzerstörerischen… Heinz Strunk: Memories of Heidelberg Heidelberg im Frühling! Bertram und Isolde, ein in die Jahre gekommenes Paar aus Oldenburg, möchten sich in der romantischen Kurpfalz mal einen richtig schönen Kurzurlaub… Miriam Carbe: Unerwünschte Töchter Die Familie eines deutschen Jahrhunderts: Margarethe, Marianne, Monika, Miriam. Vier Generationen. Sie lieben sich, sie tun sich weh, sie kämpfen um ihre Unabhängigkeit.…