Die Deutsche Mark ist mehr als nur ein Zahlungsmittel. Als Symbol der Freiheit und des hoffnungsvollen Neuanfangs erlangte sie in der deutschen Geschichte identitätsstiftende Bedeutung. Werner Meyer schildert die Details der Geheimaktion "Birddog", mit der die Amerikaner 1948 die DM einführten, und rekonstruiert die Geschichten über das Leben zwischen Schwarzmarkt und Kaltem Krieg. Ob der Euro eine ähnlich tiefenpsychologische Kraft entfalten kann wie die Deutsche Mark, dieser Frage geht Meyer in seinem Ausblick auf unsere neue Währung nach.
Rezensionsnotiz zu
Frankfurter Allgemeine Zeitung, 13.05.2002
Werner Meyer erzählt die Geschichte der Deutschen Mark von 1948 bis 2002 und das macht er, findet die Rezensentin Indira Gurbaxani, gut, weil "spannend" und mit detaillierten Informationen. Der etwas "theatralische" Titel fällt da nicht so sehr ins Gewicht, meint sie, denn vor allem Jüngere können in dem Buch Dinge erfahren und von Leuten lesen, die ihnen mehr oder weniger unbekannt sein dürften. Die ganze deutsche Nachkriegs-Wirtschaftsgeschichte wird am Leitfaden der D-Mark aufgerollt, von den "angstvollen" vierziger Jahren über das Wirtschaftswunder bis in die "satten" sechziger. Das ganze ergibt, zitiert Gurbaxani den Autor offenbar zustimmend, ein "Psychogramm der Zeit". Ob der Euro zum Mythos taugen wird, das lässt sie offen.
Tony Tulathimutte: Fiasko Aus dem Amerikanischen von Stefanie Jacobs, Stefanie Ochel und Jan Schönherr. Ein erklärter Feminist fällt ins Wurmloch der Incel-Szene. Eine Frau versinkt in einer selbstzerstörerischen… Eva Menasse: Alleinruhelage Nach dem Ende der Ehe steht eine Frau mit ihrem Wochenendhaus plötzlich allein da. Hier hat sie einst mit der Familie die Idylle gesucht und will nun den Neuanfang wagen.… Heinz Strunk: Memories of Heidelberg Heidelberg im Frühling! Bertram und Isolde, ein in die Jahre gekommenes Paar aus Oldenburg, möchten sich in der romantischen Kurpfalz mal einen richtig schönen Kurzurlaub… Miriam Carbe: Unerwünschte Töchter Die Familie eines deutschen Jahrhunderts: Margarethe, Marianne, Monika, Miriam. Vier Generationen. Sie lieben sich, sie tun sich weh, sie kämpfen um ihre Unabhängigkeit.…