Dies ist, betont der Schriftsteller Michael Kleeberg, seine erste Rezension eines Lyrik-Bandes überhaupt. Etwas ganz Spezielles also - und natürlich verdankt sie sich seiner Begeisterung für das Werk des Dichters Wilhelm Bartsch, dessen zwischen 1978 und 2005 entstandene Gedichte hier versammelt sind. Kleeberg setzt ein mit allgemeinen Überlegungen zur Frage, was genau eigentlich gelungene Lyrik in der Gegenwart ausmacht. Seine Antwort: Es ist das "literarische Zusammenspiel von Sprachmelodik, Rhythmus und Anschauung", das im Verbund dann jene "Magie" erzeugt, die große Dichtung - und eben auch die von Bartsch dann besitzt. Kleeberg zitiert zum Beleg einzelne Zeilen aus Kleebergs Gedichten, etwa diese: "Müde Liebe, wie im Brachfeld die Lerche, so schlafe" - und vernimmt einen Ton, der, obwohl eigen, sowohl an Brecht als auch an Goethe gemahnt.
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