Sie sind die gefährlichsten Untergrund-Organisationen der Welt und befinden sich permanent im Kriegszustand. Die Geheimdienste im Nahen und Mittleren Osten kennen keine Skrupel und keine Gesetze. Zunehmend operieren sie auch in Europa und werden zu einem ernsten Sicherheitsrisiko. Sie bedienen sich wechselnder Terrorbanden, um politische Ziele mit brutaler Gewalt durchzusetzen. Wenn sie Allianzen mit dem Westen eingehen, foltern und töten sie im Auftrag von Demokratien.
Rezensionsnotiz zu
Frankfurter Allgemeine Zeitung, 26.04.2010
Geheimdienste scheinen zwar nicht gerade das Spezialgebiet des Rezensenten zu sein, doch von Wilhelm Dietl hat Wilfried von Bredow eine Menge gelernt über das Agieren der Sicherheitsapparate in der islamischen Welt. Nach Darstellung des Rezensenten informiert Dietl ausführlich über Strukturen und Führungskader und Entwicklungen der Geheimdienste in Iran, Irak, Syrien oder Saudi-Arabien. Klar wird auch, dass die Geheimdienste den meisten Potentaten vor allem zum eigenen Machterhalt dienen, weshalb sie nicht nur mit erschreckender Skrupellosigkeit in deren Diensten foltern und morden, sondern auch hin und wieder im Auftrag westlicher Geheimdienste. Allerdings warnt der Rezensent davor, dass Dietl sein Fachwissen mitunter recht "kunstlos" darstellt.
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