Rezensionsnotiz zu
Neue Zürcher Zeitung, 27.07.2002
Der touristische Ausverkauf von Landschaft und Bewohnen des Alpenlandes sorgte schon im 19. Jahrhundert für Unmut unter Österreichs Schriftstellern, weiß der mit "czz" zeichnende Rezensent nach der Lektüre von Wolgang Straubs Untersuchung über "Literatur und Fremdenverkehr in Österreich". Darin widmet sich Straub eingehend der kritischen und "Anti-Heimatliteratur" von Bachmann, Bernhard, Jandl bis zu Jelinek, berichtet der Rezensent. Er hebt insbesondere den "hohen Differenzierungswillen" des Germanisten hervor. Straubs zielstrebiger, methodisch reflektierter Marsch durch einhundert Jahre Alpinliteratur sei als diachrone Route von hoher Plausibilität, lobt der Rezensent. Was ihm nach Ansicht des Rezensenten allerdings fehlt - einziges Manko des Buches - ist eine Definition des Gegenstücks zur "Anti-Heimatliteratur", der "Heimatdichtung".
Eva Menasse: Alleinruhelage Nach dem Ende der Ehe steht eine Frau mit ihrem Wochenendhaus plötzlich allein da. Hier hat sie einst mit der Familie die Idylle gesucht und will nun den Neuanfang wagen.… Tony Tulathimutte: Fiasko Aus dem Amerikanischen von Stefanie Jacobs, Stefanie Ochel und Jan Schönherr. Ein erklärter Feminist fällt ins Wurmloch der Incel-Szene. Eine Frau versinkt in einer selbstzerstörerischen… Heinz Strunk: Memories of Heidelberg Heidelberg im Frühling! Bertram und Isolde, ein in die Jahre gekommenes Paar aus Oldenburg, möchten sich in der romantischen Kurpfalz mal einen richtig schönen Kurzurlaub… Miriam Carbe: Unerwünschte Töchter Die Familie eines deutschen Jahrhunderts: Margarethe, Marianne, Monika, Miriam. Vier Generationen. Sie lieben sich, sie tun sich weh, sie kämpfen um ihre Unabhängigkeit.…