Rezensionsnotiz zu
Neue Zürcher Zeitung, 22.06.2002
In seinem Essayband "Rationalpark" untersucht der Literaturwissenschafter Wolfram Malte Fues das verdächtig gewordene "Wurzelwerk" des modernen rationalen Subjekts, informiert der mit "lx" zeichnende Rezensent. Fues reibt sich laut Rezensent vor allem an den Vernunftkritikern der Postmoderne, die sich einerseits bedenkenlos von den Kategorien der klassischen Moderne von Descartes bis Habermas verabschiedeten, mit ihrem Tun andererseits permanent die von ihnen für Tod erklärten Kategorien neu belebten: das (schreibende) Subjekt. Der Rezensent hält fest, dass Fues den sogenannten "Zerfall" der Moderne und ihrer Vernunft eine Form von (Selbst-)Täuschung hält, und statt eines "Zerfalls" der Vernunft eine "Transformation der Sinngebung" diagnostiziert.
Tony Tulathimutte: Fiasko Aus dem Amerikanischen von Stefanie Jacobs, Stefanie Ochel und Jan Schönherr. Ein erklärter Feminist fällt ins Wurmloch der Incel-Szene. Eine Frau versinkt in einer selbstzerstörerischen… Eva Menasse: Alleinruhelage Nach dem Ende der Ehe steht eine Frau mit ihrem Wochenendhaus plötzlich allein da. Hier hat sie einst mit der Familie die Idylle gesucht und will nun den Neuanfang wagen.… Heinz Strunk: Memories of Heidelberg Heidelberg im Frühling! Bertram und Isolde, ein in die Jahre gekommenes Paar aus Oldenburg, möchten sich in der romantischen Kurpfalz mal einen richtig schönen Kurzurlaub… Miriam Carbe: Unerwünschte Töchter Die Familie eines deutschen Jahrhunderts: Margarethe, Marianne, Monika, Miriam. Vier Generationen. Sie lieben sich, sie tun sich weh, sie kämpfen um ihre Unabhängigkeit.…