In eine Zitrone beißen, mit den Fingernägeln über die Tafel kratzen, saure Heringe zum Frühstück ... Normalen Menschen läuft es dabei kalt den Rücken runter. Nicht so Harry und Hubert Sauerdrops. Für die Brüder kann nichts bitter und eklig genug sein. Täglich wird der Bürgersteig gesaugt und jeden Donnerstag ist Streittag. Und wehe jemand hat hier Spaß!
Rezensionsnotiz zu
Frankfurter Allgemeine Zeitung, 24.08.2013
Ein brillantes und wunderbar unkonventionelles Kinderbuch, jubelt Rezensentin Eva-Maria Magel über Jaap Robbens und Benjamin Leroys neues Werk "Die Sauerdropse". Wer kommt schon auf die Idee, zwei bitterböse Greise, die etwa auf dem Bürgersteig staubsaugen oder sich beim Amt beschweren, wenn ein Schmetterling gegen die Fahrtrichtung durch ihre Straße fliegt, zu den Protagonisten seines Buches zu machen, fragt die Kritikerin. Ganz hingerissen liest sie nicht nur die rätselhafte, ebenso unterhaltsame wie traurige Geschichte Robbens, sondern entdeckt in den aquarellierten Zeichnungen, Collagen und Montagen Leroys immer wieder neue spannende Details. Und das kleine Album mit blassen Fotografien und vergilbten Seiten, das inmitten des Buches auftaucht und das Trauma der beiden skurrilen alten Männer verrät, hält Magel schlichtweg für ein "Kunstwerk".
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