111 Glossen aus der Feder des Sprachkritikers, von A wie "Aus dem Amerikanischen" bis Z wie "Zigeuner", geschrieben gegen die Gleichgültigkeit gegenüber bedenklichen Entwicklungen im heutigen Deutsch und für eine Sensibilisierung des Sprachgefühls. Dieter E. Zimmer inspiziert die Baustelle Neudeutsch.
Rezensionsnotiz zu
Frankfurter Allgemeine Zeitung, 31.10.2006
Toll geschrieben, inhaltlich klug und gerne auch "witzig" sind für Hans Martin Gauger die von Dieter E. Zimmer geschriebenen hundertelf Glossen zur Mediensprache. Für den Kritiker gebe es hier leider nichts zu kritisieren, nicht einmal stilistisch könne man dem Autor einen Hang zur Belehrung nachsagen. Wenn Dieter E. Zimmer sich in seinem letzten Buch noch sprachwissenschaftlich betätigt hat, tritt er dieses Mal offenbar vor allem als Sprachkritiker hervor. Bei einem Wort wie "feige" beispielsweise gibt es für den Sprachwissenschaftler lediglich den Gebrauch der Sprache zu konstatieren, während der Sprachkritiker eine Bedeutungsnivellierung beanstandet, insofern Selbstmordattentäter in den Medien als feige bezeichnet werden. Gleichwohl gehe Dieter E. Zimmer auch in diesem Metier immer von der Sprache selbst aus, und dies, lobt der Rezensent, ist es, was "gute" Sprachkritik auszeichnet.
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