Florian Keller

Botschafterporträts

Schweizer Botschafter in den "Zentren der Macht" zwischen 1945 und 1975
Cover: Botschafterporträts
Chronos Verlag, Zürich 2016
ISBN 9783034013536
Gebunden, 400 Seiten, 43,00 EUR

Klappentext

Champagner-Cocktails, herrschaftliche Residenzen, geheime Netzwerke - um kaum eine andere Berufsgattung in der öffentlichen Verwaltung ranken sich so viele Geschichten und Mythen wie um die der Diplomaten. Florian Keller porträtiert acht herausragende Botschafter, die die Schweiz in den mächtigsten Zentren der Welt vertraten. Wer waren diese Persönlichkeiten? Welche Karriere führte sie auf diese Posten? Und wie haben sie die Schweizer Interessen vor Ort vertreten?
Botschafter sind die äußerste Vertretung der Schweizer Regierung. Sie sind der längste, wenn auch nicht immer der stärkste Arm der Schweizer Außenpolitik, sind zugleich Nachrichtensammler und Verkörperung des Bildes der Schweiz im Ausland. Die Botschafter Karl Bruggmann, Henry de Torrenté, Albert Huber, August Lindt, Max Troendle, Armin Daeniker, Felix Schnyder und Pierre Dupont vertraten die Interessen der Schweiz auf den wichtigsten Außenposten, und dies während mehr als zwei Amtszeiten. In ihren Porträts spiegeln sich die großen Themen der Schweizer Außenpolitik aus persönlichen Blickwinkeln, sei es das Washingtoner Abkommen, die US-Interessenvertretung in Kuba, der Ost-Handel oder der Kauf des ersten Schweizer Atomreaktors. Ganz nebenbei werden viele Details der Schweizer Diplomatiegeschichte erzählt. Das Buch wird eingeleitet durch ein Vorwort von Altbundesrat Joseph Deiss.

Rezensionsnotiz zu Neue Zürcher Zeitung, 22.06.2017

Rezensent Marcel Amrein erwartet bei Florian Kellers Titel "Botschafterporträts" zunächst eine Sammlung unterhaltsamer Anekdoten, wird jedoch überrascht, denn Kellers Porträtsammlung der acht Botschafter, die die Schweiz zur Zeit des Kalten Kriegs in den "Zentren der Macht" vertraten, ist viel eher eine "nüchtern-systematische Abhandlung" und zwar eine, die ihm einen interessanten neuen Blickwinkel auf die Außenpolitik des neutralen Staates zwischen 1945 und 1975 eröffnet. Nach dem Krieg, erklärt der Rezensent, sieht sich die Schweiz zwischen den Lagern, doch auch diese Mitte war ein Spannungsfeld, dessen Pole durch die Botschafter und ihre verschiedenen Überzeugungen repräsentiert werden. Dies macht der Autor in seinem Buch plausibel, ein Buch, das gelesen werden sollte, so Amrein.

Beliebte Bücher

Tony Tulathimutte. Fiasko - Fiktionen . dtv, München, 2026.Tony Tulathimutte: Fiasko
Aus dem Amerikanischen von Stefanie Jacobs, Stefanie Ochel und Jan Schönherr. Ein erklärter Feminist fällt ins Wurmloch der Incel-Szene. Eine Frau versinkt in einer selbstzerstörerischen…
Eva Menasse. Alleinruhelage - Roman. Kiepenheuer und Witsch Verlag, Köln, 2026.Eva Menasse: Alleinruhelage
Nach dem Ende der Ehe steht eine Frau mit ihrem Wochenendhaus plötzlich allein da. Hier hat sie einst mit der Familie die Idylle gesucht und will nun den Neuanfang wagen.…
Heinz Strunk. Memories of Heidelberg - Roman. Rowohlt Verlag, Hamburg, 2026.Heinz Strunk: Memories of Heidelberg
Heidelberg im Frühling! Bertram und Isolde, ein in die Jahre gekommenes Paar aus Oldenburg, möchten sich in der romantischen Kurpfalz mal einen richtig schönen Kurzurlaub…
Miriam Carbe. Unerwünschte Töchter - Roman. Carl Hanser Verlag, München, 2026.Miriam Carbe: Unerwünschte Töchter
Die Familie eines deutschen Jahrhunderts: Margarethe, Marianne, Monika, Miriam. Vier Generationen. Sie lieben sich, sie tun sich weh, sie kämpfen um ihre Unabhängigkeit.…