Anton Tschechow (1860-1904) begann schon während seines Medizinstudiums zu schreiben, um Geld zu verdienen. Auch als praktizierender Arzt war er zugleich Schriftsteller und verfasste Erzählungen, humoristische Texte und Dramen, mit wachsendem, auch internationalem Erfolg. Vor allem in seinen Theaterstücken erweist sich Tschechow als Avantgardist. Es gelingt ihm, mit sparsamsten Mitteln und genauer psychologischer Einfühlung die innere Befindlichkeit des modernen, nach dem Verlust der traditionellen Werte entwurzelten Menschen deutlich zu machen.
Rezensionsnotiz zu
Süddeutsche Zeitung, 15.07.2004
Zu Anton Tschechows hundertstem Todestag sind zahlreiche Bücher erschienen, von denen Kristina Maidt-Zinke vier in aller Kürze bespricht. Zu Frank Rainer Schecks Biografie, die in der Reihe "dtv portrait" erschienen ist, merkt sie lediglich an, dass sie "ansprechend bebildert" und alles in allem "gewissenhaft" geschrieben ist, auch wenn sie nicht frei von "feuilletonistischen Mutmaßungen" sei. Auf jeden Fall meint die Rezensentin eingenommen, kann auch dieses Buch dazu dienen, den "einzigartigen" Tschechow wiederzuentdecken.
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