Reproduktion der Ausgabe von 1924. Illustrationen von Ernst Ludwig Kirchner. Die nachgelassenen Gedichte des in sehr jungen Jahren 1912 bei einem Unfall ums Leben gekommenen Expressionisten Georg Heym wurden kurz nach seinem Tod von Freunden unter dem Titel 'Umbra Vitae' veröffentlicht. Ein Jahrzehnt später nahm der Maler Ernst Ludwig Kirchner diese Gedichtsammlung zum Objekt einer Buchgestaltung, die 1924 im Verlag Kurt Wolff erschien und ein hochgerühmtes und wertvolles Musterbeispiel expressionistischer Buchkunst darstellt.
Rezensionsnotiz zu
Frankfurter Allgemeine Zeitung, 16.12.2009
Ein Juwel expressionistischer Buchkunst als aufwendigen Nachdruck hält Alexander Kosenina in Händen und freut sich. Nicht über die Dunkelheit und das allgegenwärtig Bedrohliche in Georg Heyms Nachlassgedichten vielleicht, bestimmt aber über die poetische Intensität dieses Meisters der Apokalypse und über die Wucht der Texte. Ernst Ludwig Kirchners den Band schmückende Holzschnitte schaut er als kongeniale Versinnbildlichung der Heym'schen Untergangsvisionen.
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