Wie verkauft man heute noch Schallplatten und CDs? Ohne Humor und doppelte Ironie ist der Sache nicht beizukommen. Dieses Buch enthält die vom "Art Directors Club" ausgezeichneten Newsletter, mit denen Gereon Klug bzw. "Hans E. Platte" das unmögliche versucht. Es erzählt die Geschichte eines aussichtslosen Unterfangens, der Gründung eines Plattenladens im Hamburger Schanzenviertel mitten in der nicht enden wollenden Krise der Musikwirtschaft und zeigt, wozu modernes Anti-Marketing in der Lage ist.
Die durchgeknallten Newsletter des Hamburger Plattenladens Hanseplatte, die Gereon Klug unter dem Pseudonym Hans E. Platte jahrelang verfasste, waren absolute Pflichtlektüre für alle Pop-Literati, erklärt Julian Weber. Und das nicht nur, weil sie über Neuzugänge im Angebot informierten, sondern weil sie als "Spielwiese der freien Form" durchaus literarischen Entertainment-Mehrwert enthielten und im Verlauf gar zu "psychedelischen Schlachtengemälden" mutierten. Gespickt mit wundersamen Formulierungen, Sprachschrott, camouflierten Zitaten oder fiktiven Jugendtrend-Studien bereiteten die wöchentlichen Lieferungen per Mail jedes Mal größtes Vergnügen, erklärt der Popkritiker der taz, der sich sichtlich darüber freut, dass diese Kleinode nun auch in Buchform zugänglich sind.
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