Mit seiner modernen Adaption der Kurzgeschichte "Fliegenpapier" von Dashiell Hammett hat der Plakatkünstler Hans Hillmann in großformatigen Bildern einen gemalten Film Noir geschaffen. Die düsteren Szenerien Hammetts, die dreckige und gewaltträchtige Atmosphäre der Vorlage gibt Hillmann in Grautönen und ausdrucksstarken Licht- und Schatten-Effekten wieder. Er zeigt verwüstete Straßen, finstere Häuser und Menschen, die sich in diese trostlose Umgebung einfügen. Scharfe Schatten liegen über Gehwegen, Kleiderfalten schillern in überhellem Licht.
Rezensionsnotiz zu
Süddeutsche Zeitung, 14.04.2015
Thomas von Steinaecker jubelt über diese Neuauflage von Hans Hillmanns Comic-Adaption eines Dashiell-Hammett-Romans. Als "Fliegenpapier" 1982 erstmals erschien, meint Steinaecker, war der vor allem für seine Filmplakate berühmte Illustrator seiner Zeit so weit voraus, dass niemand damit etwas anfangen konnte. Das sei zum Glück jetzt anders, der "grafische Roman" als Neunte Kunst etabliert. Und was Hillmann aus Hammetts verwickelter Geschichte um den Tod eines jungen Mädchens in San Francisco macht, findet der Rezensent einfach grandios: Wie er die schwüle Atmosphäre der Stadt einfängt, die Melancholie des Textes und die Figuren im Nebel - das ergibt für Steinaecker nicht weniger als ein Meisterwerk.
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