Harald Haarmann beschreibt, was wir über die Ursprache der Indoeuropäer und ihre Urheimat in der südrussischen Steppe wissen, und erklärt, wie die berittenen Steppennomaden ab dem 4. Jahrtausend v.Chr. nach Westen und Osten gewandert sind. Allmählich vermischten sie sich mit anderen Kulturen und wurden schließlich in Persien, Indien, Westeuropa und andernorts sesshaft. Nicht nur die Sprachen der Indoeuropäer legen Zeugnis von dieser Entwicklung ab, sondern auch ihre Mythen sowie archäologische Funde.
Rezensionsnotiz zu
Süddeutsche Zeitung, 25.02.2011
Reinhard J. Brembeck schätzt diese Monografie über die Indoeuropäer, die der Sprachforscher Harald Haarmann vorgelegt hat. Er erklärt, dass der Begriff "Indogermanisch" inzwischen wegen seiner ideologischen Gehalts vermieden wird, um dann gespannt Haarmanns Ausführungen über die Geschichte der Indoeuropäer zu folgen. Dass dabei manches wie etwa die Rekonstruktion des Ur-Indoeuropäischen hypothetisch bleiben muss, wundert ihn nicht. Haarmann Darstellung jedenfalls scheint ihm bündig, detailliert und insgesamt überzeugend.
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