Mit 55 schwarz-weiß-Abbildungen. Dieses Buch nimmt den Leser mit auf eine abenteuerliche Reise durch Geschichte und Gegenwart der Sonnenallee - jener Magistrale, die das quirlige Kreuzkölln mit dem beschaulichen Treptow verbindet. Auf einer Strecke von fünf Kilometern trifft hier orientalischer Lebensstil auf Berliner Schnauze, schmiegen sich hässliche Plattenbauten an sanierte Gründerzeithäuser, eilen hippe Coffeetogotrinker an Bettlern und Gestrandeten vorbei. In Alltagsbeobachtungen zeichnet Jörg Sundermeier das Bild einer Straße, die typisch ist für das neue Berlin, das sich noch nicht entschieden hat, ob es lieber arm bleiben oder sexy werden will. Oder umgekehrt.
Rezensentin Ursula März entdeckt an dem Leiter des Verbrecherverlags, Jörg Sundermeier, ganz neue Qualitäten: Eine feinsinnige Beobachtungsgabe nämlich, die er in dieser ebenso unterhaltsamen und überraschenden wie "lehr- und gedankenreichen" Stadterzählung unter Beweis stelle. März lässt sich von Sundermeier auf einen ausgedehnten Spaziergang entlang der gesamten Sonnenallee mitnehmen, verlässt die ausgetrampelten Pfade und lernt auch die "struppige" Architektur in Treptow-Köpenick kennen und staunt, wie spielfreudig und "stilsicher" Sundermeier zu erzählen vermag.
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