Ein Blick von außen auf eine der "historisch-politischen Individualitäten", wie die Kronländer im alten Österreich gerne genannt wurden.
Rezensionsnotiz zu
Frankfurter Allgemeine Zeitung, 26.03.2013
Knapp aber fair, so lautet das Urteil des FAZ-Korrespondenten Karl-Peter Schwarz zu diesem Buch des österreichischen Historikers. Dieser sei zwar in erster Linie ein Kenner des Habsburgerreichs, kein ausgewiesener Bohemist, aber das scheint seinen Standpunkt in Schwarz' Augen nur entspannter zu machen - denn die böhmische Geschichte ist wegen ihrer nationalistischen Verwicklungen voller Fallstricke, so Schwarz. Der Rezensent zeichnet dann die in dem Buch geschilderten historische Etappen etwas trocken nach und zitiert am Ende Höbelts bedauernde Bemerkung, dass mit der Vertreibung der Deutschen nach der Nazi-Okkupation die Uhr "um sieben Jahrhunderte zurückgedreht" worden sei. Insgesamt findet Schwarz, dass Höbelt der Komplexität seines Gegenstands trotz der Kürze des Buchs gerecht geworden sei.
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