"Klaras Geschichte" ist chaotisch, wie es sich für eine Geschichte über eine kaputte Familie gehört. Auch die Rezensentin Renate Grubert bringt keine Erhellung in die Erzählung über eine 15-Jährige, der die Mutter stiften geht, aber sie macht neugierig auf die "Geist und Herz fordernde" Erzählung, die sich laut Grubert manchmal recht makaber gibt, dann wieder zu Tränen rührt. Das Chaotische schlägt sich positiv im Layout des Buches nieder, rühmt die Rezensentin, es gewährt Raum für graphische Spielereien.
Rezensionsnotiz zu
Frankfurter Rundschau, 15.03.2000
Sehr verwirrend, aber doch zum Staunen und Nachdenken, findet Ute Dieffenbach den Alltag der fünfzehnjährigen Klara. Etwas ärgerlich ist sie nur über den Mangel an Klarheit in der Geschichte: eine verschwundene Mutter, ein Versager-Vater, ein bibelfester Bruder und heftige Liebesbriefe an fremde Männer... Immerhin "unaufgeregt" und "lakonisch" erzählt findet sie die Geschichte auch.
Eva Menasse: Alleinruhelage Nach dem Ende der Ehe steht eine Frau mit ihrem Wochenendhaus plötzlich allein da. Hier hat sie einst mit der Familie die Idylle gesucht und will nun den Neuanfang wagen.… Heinz Strunk: Memories of Heidelberg Heidelberg im Frühling! Bertram und Isolde, ein in die Jahre gekommenes Paar aus Oldenburg, möchten sich in der romantischen Kurpfalz mal einen richtig schönen Kurzurlaub… Tony Tulathimutte: Fiasko Aus dem Amerikanischen von Stefanie Jacobs, Stefanie Ochel und Jan Schönherr. Ein erklärter Feminist fällt ins Wurmloch der Incel-Szene. Eine Frau versinkt in einer selbstzerstörerischen… Caroline Wahl: 1999 Meter über dem Meer Der Selbstfindungstrip nach Bali? Samara hat niemanden gefunden. Die hippe Agentur in Berlin-Mitte? So öde wie irgendein anderer Job. Samara weiß, was sie alles nicht mehr…