Aus dem Französischen von Ellen Reinke. Was für eine Wissenschaft ist die Psychoanalyse? Welche Wahrheit verkündet sie, wie argumentiert sie? Wo hat sie ihren Platz in der Kultur und wie hat sie diese transformiert? Diese und weitere Fragen beschäftigen Ricoeur in den im vorliegenden Band versammelten Essays, die über einen Zeitraum von fast dreißig Jahren entstanden sind. Seine Reflexionen basieren auf Freuds Werk und tragen gleichermaßen zum Verstehen desselben bei.
Rezensionsnotiz zu
Süddeutsche Zeitung, 18.07.2016
Fritz Göttler erkennt Nähe und Distanz zu Freud in Paul Ricœurs Texten. Wie der Autor darin versucht, Freud mit Phänomenologie, Religion, Theologie, Moral, Kunst und Lebenserzählung zusammenzubringen und die Psychoanalyse konstruktiv und "kulturoptimistisch" zu lesen, hat ihn beeindruckt. Auch Ricœurs Abheben auf das Fiktionale in den Fakten kann er nachvollziehen, wenn der Autor mit Heidegger und Sartre Freuds Kunstbetrachtung an den Strukturalismus zurückbindet.
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