Nach dem Erhalt des Reifezeugnisses verlässt die Ich-Erzählerin ihre kleine Heimatstadt und begibt sich hinaus in die große Welt. Und wie es ihr dort erging und noch ergeht, das erzählt sie in vielen Anekdoten in "Gutleut".
Rezensionsnotiz zu
Frankfurter Rundschau, 14.06.2021
Rezensent Norbert Mappes-Niediek gefällt der dritte Teil von Ute Stefanie Strassers Autobiografie. In ihrer Erzählung beschreibt die Autorin ein halbes Jahrhundert ihres nicht besonders interessanten Lebens mit unspektakulären Erlebnissen, lässt uns der Rezensent wissen. Auf den ersten Blick wirke das alles etwas langweilig, gibt Mappes-Niediek zu, aber die genauen sprachlichen Details, das Nachsinnen über das eigene Leben mit seinen Beobachtungen, Entscheidungen und Fehlschritten und die reichlich zitierten "Lesefrüchte" ließen die Erzählung nicht nur vertraut und gleichzeitig fremd, sondern auch ernst und ehrlich wirken. Er rechnet der Autorin hoch an, dass sie nicht in wissenschaftliche Belehrung oder ins Bildungsbürgertum abschweift. Ein präzise und gescheites Buch voller Sprachwitz, das der Rezensent nicht aus der Hand legen wollte.
Caroline Wahl: 1999 Meter über dem Meer Der Selbstfindungstrip nach Bali? Samara hat niemanden gefunden. Die hippe Agentur in Berlin-Mitte? So öde wie irgendein anderer Job. Samara weiß, was sie alles nicht mehr… Eva Menasse: Alleinruhelage Nach dem Ende der Ehe steht eine Frau mit ihrem Wochenendhaus plötzlich allein da. Hier hat sie einst mit der Familie die Idylle gesucht und will nun den Neuanfang wagen.… Heinz Strunk: Memories of Heidelberg Heidelberg im Frühling! Bertram und Isolde, ein in die Jahre gekommenes Paar aus Oldenburg, möchten sich in der romantischen Kurpfalz mal einen richtig schönen Kurzurlaub… Valeria Gordeev: Die Zikade entschlüpft ihrer goldglänzenden Hülle Konstantin und Lada haben den Kontakt verloren. Während Konstantin in einem unterirdischen Forschungslabor festsitzt, das Lenins Leichnam konserviert, kämpft seine Schwester…