Mit einem Vorwort von Udo Di Fabio. "Es stimmt etwas nicht" - das Gefühl teilen viele. Aus der Nähe betrachtet zeigt sich: Nicht und nicht genügend wahrgenommene Problemfelder bergen für die freie Gesellschaft immer schwerer zu löschende Brandherde und eine Kollapsneigung der Systeme. Paare und Familien, Kinder und Alte, Flüchtlinge und Eliten stehen im Fokus dieses Debattenbuches: WIR. Die Krisensymptome werden benannt, die Tabus, die im "Weiter so" verharren lassen, gebrochen. Vor Ort beweist sich: Die Zivilgesellschaft kann lokal und übergreifend ihre Probleme lösen. Wenn WIR wollen, zusammenfinden und handeln.
Rezensionsnotiz zu
Frankfurter Allgemeine Zeitung, 28.12.2018
Hannes Hintermeier entdeckt in der alarmistischen Gesellschaftskritik des "Bürgerpriesters" Wolfgang Picken Bedenkenswertes, vor allem aber auch jede Menge Bekanntes. Dass sich die Singlegesellschaft in die seelische Krise manövriert, Pflegenotstand herrscht, Jugendliche zu viel Zeit vor dem Bildschirm und Kleinkinder zu viel Zeit in Kindertagesstätte verbringen, weiß Hintermeier schon. Dass Pickens Lösungsvorschläge als work in progress von kirchlichen, politischen und gesellschaftlichen Strukturen daherkommen, findet er nachvollziehbar. Pickens Erfahrungen aus der Seelsorge kommen dem als Orientierungshilfe gedachten Buch laut Rezensent zugute.
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